HomeLab 2 Übergangsphase

Nach der Kündigung des Hetzner Servers musste ich die Idee des eigenen Labs kurzfristig auf Eis legen. Es mangelte an geeigneter Hardware, die Beschaffung eines HP Microservers erschien mir zu teuer und auch sonstige gebrauchte Hardware entsprach nicht unbedingt meinen Vorstellungen.

Bei meiner Recherche stieß ich durch Zufall auf den Hersteller Odroid, welcher eine Vielzahl von kleinen und kleinsten Systemen anbietet. Darunter befand sich auch, der mittlerweile leider nicht mehr verfügbare Odroid H2+.

Das Gerät kombiniert einen Intel J4115, zwei SO-Dimm Slots mit einer Maximalbestückung von 32GB RAM, zwei 2,5 Gbit/s Realtek LAN Ports, 2x SATA sowie einen 4 x PCIe 2.0 Port, an den man wahlweise eine nVME oder andere Erweiterungen anschließen kann.

Zusätzlich zum eigentlichen Gerät benötigt man noch ein passendes Netzteil (14-20V/4A mit Hohlstecker 5,5mm/2,1mm)
Dabei erfolgt die Versorgung der verwendeten Festplatten direkt über das Board. Hierfür werden spezielle JST-SATA Stromkabel benötigt, welche man sich aber im Notfall auch selbst herstellen kann.
Als Zubehör bietet Odroid unter anderem verschiedenste Plexiglas Steckgehäuse, einen Schalter und Netzteile an.

Vorteil des Odroid H2+ ist für mich der recht geringe Stromverbrauch, das passive Kühlsystem in Kombination mit der geringen Größe.
Das erste Testgerät war schnell mit 32GB RAM und einer 1TB nVME bestückt, ein angepasstes ESXi 6.7 Image habe ich über das Odroid Forum erhalten. Die Anpassungen sind notwendig gewesen, da die Realtek Netzwerktreiber, sowie die nVME-Treiber nicht standardmäßig im ESXi Image enthalten sind. Die benötigten VIBs sind jedoch frei erhältlich und so kann ein jeder das benötigte Custom-Image erstellen.

Die Installation verlief dann auch ohne Probleme und nach wenigen Minuten konnte ich meine neue Testumgebung booten. Die Grundidee der Lab-Umgebung schien vorerst zu funktionieren. Aufgrund der kompakten Abmessungen erschien es mir auch möglich zukünftig mehrere Odroids im Cluster zu nutzen, leider war selbst zu diesem Zeitpunkt die Verfügbarkeit der Hardware schon relativ schlecht, sodass ich dieses Vorhaben auf einen späteren Zeitpunkt verschieben wollte. Ohnehin stand erstmal die Bereitstellung einer einigermaßen tauglichen VMware Umgebung auf dem Plan.

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